Sonntag, 20. Januar 2013

10.000 besucher

am 19.1.2013 besuchte der 10.000. interessent den blog ak-festboden. die meisten zugriffe erfolgten aus österreich (5400), deutschland (2900) und usa (490). an 7. stelle findet sich russland (52) und an 9. china (30).

sollte euch ein interessanter link oder termin bekannt sein, stelle ich ihn gerne hier in den blog. auch erfahrungsberichte sind gerne willkommen.

derzeit betreue ich 33 blogs teilweise mit agrarischem hintergrund. bei interesse bitte rechts das profil anklicken. die bezeichnung der blogs ist selbsterklärend. 
 
ich wünsche weiterhin gute unterhaltung.

hans kreimel
stratem(a)gmx.net

Montag, 12. November 2012

Sonntag, 4. November 2012

winterweizen 2012 - rückblick

das weizenjahr 2012 war sehr durchwachsen. erstmals baute ich qualitätsweizen an. (bis 2011 wurde nur futterweizen für mastschweine und ethanolweizen erzeugt).

die wichtigsten schlüsse aus diesem anbaujahr:

+ nicht zu früh bauen. ende september ist absolut zu früh gewesen.
+ ausreichend dick säen. weniger als 100 kg saatgut pro ha sind dezitiert zu wenig, waren aber bei herkömmlicher anbaumethode vollkommen ausreichend.
+ ausreichend tiefe lockerung mit dem grubber.
+ n-gabe an entwicklung gut anpassen. dicke bestände später im frühjahr düngen, dünne bestände früher düngen.

der ertrag ist natürlich mit futterweizen nicht vergleichbar, war jedoch auch für qualitätsweizen schlecht. hl-gewicht und fallzahl waren aufgrund des zustandes der kulturen ebenfalls schlecht. anfangs führte ich die bestandsentwicklung auf die saat in das maisstroh zurück, der verdacht hat sich aber nicht bestätigt. der weizen nach körnermais (viel maisstroh) hat sich interessanterweise wesentlich besser entwickelt als der weizen nach biogasmais (nur stoppeln).

das weizenjahr 2012 in bildern ...


körnermais gehäckselt und gegrubbert, dann mit der kreiselegge und einer schleppschardrillmaschine angebaut. zu früh und zu dünn.


nach einer schulung begann ich, die entwicklungsstadien besser zu beobachten.


auf diesem 2-ha-feld fanden sich auffallend viele mauslöcher, die bis zur reife löcher im bestand von bis zu 5 m durchmesser verursachten. bei mulch- und direktsaat sind häufigere mäuse-probleme bekannt. in diesem jahr wurden auch auf konventionell angebauten flächen häufig mäuseschäden festgestellt.


der bestand entwickelte sich auf beiden flächen (2 und 5 ha) sehr ungleichmäßig.


auffällig viele pflanzen waren regelrecht sitzengeblieben und zeigten massive berostung. sehr spät stellte sich heraus, dass es bei frühgesäten weizen häufig zu zikadenbefall im herbst oder frühjahr kam, der zu einer art verzwergung der pflanzen führte. abgesehen von der zu späten diagnose wäre ohnehin keine behandlung möglich gewesen.


zudem setzte relativ früh der befall mit getreidehähnchen ein. die behandlung wurde gleich mit einem präparat gegen blatt- und ährenkrankheiten kombiniert. 


der bestand hatte sich dann ganz gut entwickelt. die ährenanzahl pro qm war aber eher an der unteren grenze. krankheitsbedingt waren auch viele taube ähren und halblange halme drunter.


die vom feldrain einwandernden zikaden führten am feldrand bis zu einem hundertprozentigen ausfall der weizenpflanzen.


der zu dünne bestand führte zu einer starken spätverunkrautung.

mais 2012 - rückblick

nach winterweizen 2011 wurde gegrubbert und eine gründüngung angebaut. die gründüngung entwickelte sich jedoch schlecht. (anm: deshalb wurde 2012 relativ rasch nach der ernte gegrubbert und eine gründüngung angebaut).

der aufgelaufene weizen und die gründecke wurde ca. 3 wochen vor dem geplanten sätermin gekreiselt.


insbesondere die winterharten tiefwurzler, in diesem fall ölrettich, wuchsen trotzdem durch.


um die wuchernden pflanzen in den griff zu bekommen, stattete ich einen kultivator mit gänsefußscharen aus. strichabstand 10 cm, scharbreite 15 cm, arbeitsbreite 3 m. nur wenige pflanzen überlebten die prozedur.

die saat verlief im wesentlichen problemlos mit einer kuhn planter junior mit mulchsaat-einrichtung und reihendüngerstreuer.

der maisbestand entwickelte sich prächtig und die regenwürmer fanden genug futter auf der oberfläche vor.




Freitag, 13. Juli 2012

anfrage begrünungskulturen

erst kürzlich erhielt ich eine anfrage betreffend interessanter begrünungskulturen. anbei die übersicht vom feldtag in wieselburg.


Freitag, 22. Juni 2012

bericht feldtag "sätechnik und begrünungskulturen"

wie bereits angekündigt wurde am 21.6.2012 der feldtag zum thema "sätechnik und begrünungskulturen" in wieselburg durchgeführt.

der feldtag wurde von der ALW10 im rahmen des projektunterrichts organisiert und von franz handler moderiert.

das hauptreferat wurde von ehem. direktor der landtechnikschule triesdorf johann sedlmeier gehalten.

+ sedlmeier spricht zb. von nützlichen (zb. frontwalzen) und schädlichen frontgewichten (zb. betonklotz).
+ direktsaat benötigt hohe gewichte (zugfahrzeug und sägerät).
+ ziel der direktsaat ist 1. exakte tiefenablage, 2. bestmöglicher bodenkontakt, 3. org. masse bleibt möglichst vollständig an der oberfläche und 4. eine entsprechend hohe ha-leistung.
+ je länger ein bestand steht, umso wichtiger ist ein lückenloser bestand.
+ auch zwischenfrüchte benötigen eine hauptfruchtgerechte sätechnik.
+ eine reifendruckanpassung ist wünschenswert, aber nur praxistauglich, wenn sie vom fahrersitz gesteuert werden kann. andernfalls wird sie nicht lange gemacht.
+ bei unzureichendem schluss der särille kann es genau über dem saatkorn zu einem trockenriss und damit zu einem austrocknen des angekeimten korns kommen.
+ einzelgeführte schare können exakter auf eine tiefe eingestellt werden. grubber-ähnliche sägeräte sind bei unebenen böden problematisch. bes. bei feineren sämereien.
+ das legen eines düngerbandes im herbst und ein daraufsäen im frühjahr wird vorgestellt.


anschließend referierte di dr. marianne hietz über begrünungskulturen sortenrein und als mischung. ing. gerhard gebeshuber und mag. bernhard ratzinger berichten abschließend über versuche und erfahrungen im begrünungsanbau.


 die erosionsgefahr ist landesweit nicht zu vernachlässigen.


die art der begrünung kann die erosion in einem gewissen umfang bremsen.


nach dem mittagessen wurde von frau dr. hietz der schaugarten mit möglichen begrünungskulturen kommentiert. zu beachten ist insbesondere, ob es sich bei dem saatgut um einen lichtkeimer handelt oder eine gewisse bodenbedeckung sinnvoll oder notwendig ist. dementsprechend ist die sätechnik zu wählen.


sandhafer ist eine relativ neue begrünungskultur und nur bei bestimmten schädlingen zur vorbeuge sinnvoll.


der parzellenplan ....


anschließend wurde ein maissaatversuch besichtigt und die bonitur der jeweiligen sämethode erörtert.




die strip-till-variante mit dem horsch-prototyp wurde allerdings erst ende mai angelegt, daher die vergleichsweise schwache entwicklung.

ein weiterer versuch befasste sich mit maiseinsaat in eine wechselwiese. während die ersten bestände gleichmäßig und voll entwickelt waren, war die direktsaat ohne bodenbearbeitung stark unterentwickelt (auch ohne flurschaden durch besucher)


bei den folgenden sä-vorführungen kommentiert johann sedlmeier die arbeitseise und die einstellung der geräte. in der nacht zuvor hat es etwa 20 mm geregnet. der boden ist unter normalen bedingungen für den anbau zu feucht.

die erste sä-methode ist eine streifenfräse-direktsämaschine-kombination.


mit einem spaten wird die ablagetiefe und der gelockerte bodenhorizont freigelegt ....


... und die bodenverdichtungen mit einer bodensonde gemessen.


 das zweite gerät ist eine achtreihige direktsämaschine.








nur die schlitze der säschar und der düngerscheibe bleiben sichtbar.

weiters wurde eine düngereinbringung mit dem horsch-prototyp und anschließend das einsäen mit der dirketsänaschine versucht.


im anschluss wurden die maissägeräte und diverse direktsämaschinen und sälösungen auf einem stoppelfeld versuchsweise eingesetzt.
















die bilder sind urheberrechtlich geschützt. die weitere verwendung unter angabe der quelle "http://ak-festboden.blogspot.com" oder "hans kreimel" ist möglich. eine rückmeldung ist jedoch erbeten. auch eine verlinkung ist möglich.

Samstag, 16. Juni 2012

feldtag - direktsaat, mulchsaat, strip-till

am 21.6.2012 findet im francisco-josephinum in weinzierl/wieselburg ein feldtag zum thema sätechnik und begrünungskulturen statt. beginn 9.00 uhr vorträge, nachmittags besichtigung des schaugartens, der maissaatversuche und maschinenvorführung.

http://schule.josephinum.at/fileadmin/data/projekt%20feldtag/Tagesablauf.pdf

http://schule.josephinum.at/fileadmin/data/projekt%20feldtag/plakat.pdf

http://schule.josephinum.at/fileadmin/data/projekt%20feldtag/Wegbeschreibung.pdf

werde so weit wie möglich von dieser veranstaltung berichten.